Reise durch das Labyrinth der Götter


reise_labyrinth_der_goetter.jpgAuf der Flucht vor der Inquisition gelangen Louis und Riccardo in das »Labyrinth der Götter«. Das mythische Bauwerk wurde einst in weiser Voraussicht von den Göttern als Bindeglied zwischen ihnen und den Menschen errichtet, sollten diese ihre Herkunft vergessen. Die Flüchtigen treffen während ihrer Odyssee auf eine geheimnisvolle Göttin, die sie durch die teils gefahrenreichen Stationen des Labyrinths begleitet - so beginnt ihre Reise durch ein fantastisches Land, an deren Ende eine letzte Prüfung auf sie wartet: Die Totenstadt Nekropolis. Sie wird beherrscht von grausamen Wesen, die das, wovor sich die Menschen nach ihrem Tod fürchten, zu etwas sehr Realem machen.

Dies ist die Erstveröffentlichung der ambitionierten Schweizer Autorin Viviane Lutz.

Das Buch erstaunt vor allen Dingen durch die absolut außergewöhnliche Geschichte, die schwerlich in die altbekannten Kategorien einzuordnen ist.

Die Geschichte handelt von einer Reise durch die verschiedenen Welten und Räume des Labyrinthes der Götter. Sie besticht durch eine handlungsdichte Erzählweise und bringt immer wieder überraschende Effekte und Wendungen und außergewöhnliche Vorkommnisse und obendrein sehr plastisch erzählt, so dass alles sehr detailreich und farbig vor dem inneren Auge erscheint.

Angenehm beim Lesen fand ich, dass einem die Protagonisten sympathisch sind, so dass dadurch der Lesegenuss weiter gesteigert wird. Ich denke, wenn man sich partout nicht in den Personen wiederfinden kann, wäre doch der Lesespaß getrübt.

Es birgt auch einen gewissen sozialkritischen Hintergrund und reflektiert gesellschaftshistorische Gegebenheiten, ohne dabei zu nerven oder zu langweilen, sondern gibt der Geschichte obendrein noch einen Gehalt und Sinn und eröffnet neue Horizonte und Ideen.

Ein unterhaltsames und höchst interessantes Buch, welches nicht in Trivialitäten abrutscht, dass ich hier an dieser Stelle dem geneigten Leser ans Herz legen möchte.


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