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Skold vs. KMFDM - Skold vs. KMFDM |
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Geschrieben von volkmar
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Montag, 13. April 2009 |
CD, Alive/danse macabre, 2009
„Skold vs. KMFDM" - das
erinnert spontan an gewisse Kinofilme, in denen außerirdische, von H.R. Giger
entworfene Schleimmonster auf extraterrestrische Jäger (Prädatoren) treffen.
Aber abgesehen von der Verwendung des Wortes „vs." hat das Album „Skold vs.
KMFDM" mit diesem Film nichts zu tun.
Skold,
das ist Tim Skold aus Schweden, Produzent, Songschreiber und
Multiinstrumentalist, der
bereits für den Grammy nominiert wurde. Er hat an einigen Marilyn Manson-Alben
mitgewirkt, als Twiggy Ramirez für ein paar Jahre bei der Band ausgestiegen war;
vorher war er Mitglied von KMFDM und MDFMK. Außerdem hatte Tim Skold eine nach
ihm selbst benannte Band. Die Band KMFDM , Pioniere des Industrial Rock, bedarf
jedoch im Prinzip keiner näheren Vorstellung. Erwähnt werden muss jedoch der
Band-Mitbegründer Sascha Konietzko, der bis heute den Sound von KMFDM
maßgeblich geprägt hat. Im Wesentlichen ist die Band sein Werk.
Eine Frage taucht jedoch
angesichts des Projekts auf: Tim Skold lebt heute in den USA, Sascha Konietzko
jedoch ist 2007 in seine Geburtsstadt Hamburg zurückgezogen. Wie haben die
beiden zusammen gearbeitet?
Die Antwort ist
verblüffend: per FTP. Als 1985 das „File Transfer Protocol" (FTP) definiert
wurde, hätten sich dessen Erfinder sicher nicht träumen lassen, dass ihr „Baby"
eines Tages einen entscheidenden Beitrag zur Produktion einer CD liefern würde. Aber
genauso war es: Jeder der beiden legte seine Tracks auf einem FTP-Server ab. Da
der Zeitunterschied zwischen den Wohnorten der beiden neun Stunden beträgt, konnte
immer der eine an einem Track arbeiten, während der andere gerade schlief. Laut
Sascha gelang es dadurch, zwei Tage Arbeit in 24 Stunden zu packen.
Wenden wir uns nun dem
Album zu. Das von Kevin Marburg (Ex-Mitglied von Skold) gemalte Cover besteht
aus einer Comic-Zeichnung, die ein Mädchen mit verbundenen Augen und einer
Zigarette zeigt. Erst wenn man das Booklet umdreht, erkennt man, dass es sich
um eine Hinrichtung handelt.
Die Musik passt jedoch zum
recht finsteren Cover. Auffallend ist, dass es jeden der elf Songs zweimal
gibt: einmal als „normale" Version und einmal als instrumentale „Interlude".
Die meisten Titel sind englisch, an einigen Stellen jedoch erscheinen deutsche
Worte im Titel („Anti-Geist", „Alkohol"). Ein Song, „Gromky", enthält russisch
klingende Wörter, die einen an „Clockwork Orange" denken lassen. Teilweise
herrscht schwarzer Humor vor, etwa im Song „Error 404". „Alkohol" wiederum
enthält mit der Textzeile „Stirred and shaken" eine Anspielung an James Bond,
während der Song „Bloodsport" sich offensichtlich auf den gleichnamigen
Kinofilm mit Jean-Claude van Damme bezieht. Gleichzeitig ist dieser Titel ein
bitterböser Kommentar auf die heutige Gewaltgeilheit in den Medien.
Musikalisch handelt es
sich um sehr guten, abwechslungsreichen Industrial Rock. Insgesamt kann „Skold
vs. KMFDM" daher jedem Electro- und Industrialfan empfohlen werden. Ich hätte
auch nichts gegen ein „Skold vs. KMFDM 2" einzuwenden.
Volkmar Kuhnle, April 2009
Website von KMFDM: http://kmfdm.net/index.php
Website von Tim Skold: http://www.skold.com/
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 17. April 2009 )
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