Bereits 22 Jahre ist es her, dass Moonchild gegründet wurde,
zuerst unter dem Namen „Wages of Sin". Ihr Stil hat sich im Laufe dieser Jahre
immer weiterentwickelt. Die ersten drei Alben wurden noch in der Basisbesetzung
eingespielt: Susan d'Iavallo (Gesang), Uwe Holler (Gitarre) und Tony de Santis
(Bass, Synthesizer, Gesang), für den Rhythmus sorgten Drumcomputer und
Sequenzer, wie es im Gothic Rock üblich war. Doch 1998 mit dem Album
„Melomania" erweiterten Moonchild ihr musikalisches Spektrum in Richtung Gothic
Metal und ergänzten sich um den Schlagzeuger Alex Sauer (Love Like Blood). Diese
Stiländerung kam beim Publikum gut an, sogar über die Grenzen Deutschlands
hinaus. So durften Moonchild 2007 auf dem norwegischen Kvinesdal Rock Festival auftreten.
Mit dem letzten Album „Nichts ist für immer"
taten Moonchild einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung:
Die Texte, die
vorher fast ausschließlich englisch waren, sind nun mehrheitlich in deutscher
Sprache verfasst. Musikalisch ging es mehr in Richtung Pop-Rock, ohne jedoch
auf die Gothic Metal-Elemente zu verzichten. Und eine dritte Innovation gibt
es. „Nichts ist für immer“ kann ausschließlich als Download bezogen werden.
Damit beweisen sich Moonchild einmal mehr auf der Höhe der Zeit.
Die Änderung der Sprache hat den Songs von Moonchild meiner
Ansicht nach gutgetan, da man auf diese Art und Weise den schwarzen Humor des
Albums mehr genießen kann. Das beginnt bereits beim ersten Stück „Deine letzte
Ruhe“, das in Ich-Form von einer Serienmörderin erzählt, die mit ihrem letzten
Opfer spricht, das sie im Garten vergraben hat. Von diesem Song scheint auch
das Titelbild des Albums inspiriert zu sein.
Ähnlich humorig kommt der vierte Track „Hey Du“ daher, mit
dem sarkastisch spottenden Refrain:
„Hey du mit dem unbezwingbaren Charme,
Jedoch im Geiste bist du arm,
Und eigentlich tust du mir nur leid..“
Direkt danach folgt das eher balladeske „Die Sterne“, das einiges ernsthafter
daherkommt. Ähnlich ist „Deine Augen“.
In „World of Wonders“, einem der zwei englischsprachigen
Titel, wird die Konsumwelt verspottet.
Insgesamt ist „Nichts ist für immer“ ein empfehlenswertes
Album für alle, die Gothic Rock bzw. Gothic Metal mögen. Die Mischung aus
schwarzem Humor, Sarkasmus und Melancholie überzeugt sowohl musikalisch wie
auch textlich.
Website: http://www.moonchild.purespace.de/
Volkmar
Kuhnle, Juni 2009
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