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Moonchild – Nichts ist für immer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von volkmar   
Donnerstag, 11. Juni 2009
Moonchild, Nichts ist für immer (CD-Cover) Bereits 22 Jahre ist es her, dass Moonchild gegründet wurde, zuerst unter dem Namen „Wages of Sin". Ihr Stil hat sich im Laufe dieser Jahre immer weiterentwickelt. Die ersten drei Alben wurden noch in der Basisbesetzung eingespielt: Susan d'Iavallo (Gesang), Uwe Holler (Gitarre) und Tony de Santis (Bass, Synthesizer, Gesang), für den Rhythmus sorgten Drumcomputer und Sequenzer, wie es im Gothic Rock üblich war. Doch 1998 mit dem Album „Melomania" erweiterten Moonchild ihr musikalisches Spektrum in Richtung Gothic Metal und ergänzten sich um den Schlagzeuger Alex Sauer (Love Like Blood). Diese Stiländerung kam beim Publikum gut an, sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus. So durften Moonchild 2007 auf dem norwegischen Kvinesdal Rock Festival auftreten.

Mit dem letzten Album „Nichts ist für immer" taten Moonchild einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung:

Die Texte, die vorher fast ausschließlich englisch waren, sind nun mehrheitlich in deutscher Sprache verfasst. Musikalisch ging es mehr in Richtung Pop-Rock, ohne jedoch auf die Gothic Metal-Elemente zu verzichten. Und eine dritte Innovation gibt es. „Nichts ist für immer“ kann ausschließlich als Download bezogen werden. Damit beweisen sich Moonchild einmal mehr auf der Höhe der Zeit.

Die Änderung der Sprache hat den Songs von Moonchild meiner Ansicht nach gutgetan, da man auf diese Art und Weise den schwarzen Humor des Albums mehr genießen kann. Das beginnt bereits beim ersten Stück „Deine letzte Ruhe“, das in Ich-Form von einer Serienmörderin erzählt, die mit ihrem letzten Opfer spricht, das sie im Garten vergraben hat. Von diesem Song scheint auch das Titelbild des Albums inspiriert zu sein.

Ähnlich humorig kommt der vierte Track „Hey Du“ daher, mit dem sarkastisch spottenden Refrain:

„Hey du mit dem unbezwingbaren Charme,
Jedoch im Geiste bist du arm,
Und eigentlich tust du mir nur leid..“
Direkt danach folgt das eher balladeske „Die Sterne“, das einiges ernsthafter daherkommt. Ähnlich ist „Deine Augen“.

In „World of Wonders“, einem der zwei englischsprachigen Titel, wird die Konsumwelt verspottet.

Insgesamt ist „Nichts ist für immer“ ein empfehlenswertes Album für alle, die Gothic Rock bzw. Gothic Metal mögen. Die Mischung aus schwarzem Humor, Sarkasmus und Melancholie überzeugt sowohl musikalisch wie auch textlich.

 

Website: http://www.moonchild.purespace.de/

 

Volkmar Kuhnle, Juni 2009

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 11. Juni 2009 )
 
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